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Gestaltung, Texte, Technik:
Raymond Naef
Michael Guggenheimer
Thomas Raoseta
Hansruedi Schelling
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Diese Site ist erreichbar unter:
http://h-2000.ch

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Wer wir sind: «H-2000» – eine besondere Liegenschaft  
Von der Hohlstrasse bis zur Brauerstrasse und parallel zu den Häusern der Hellmutstrasse und der Feldstrasse erstreckt sich im Zwischenbereich die Überbauung «H-2000» der Wohngenossenschaft selbstverwalteter Hausgemeinschaften (Wogeno Zürich). An den beiden Längsseiten liegt das Wohngebäude nicht an einer Fahrstrasse. Auf der einen Seite führt ein öffentlich genutzter Gehweg vorbei, auf der anderen Seite ist ein rückwärtiger Gartenbereich angelegt. Eine ganz besondere Überbauung. Neben dem konventionell geschlossenen Treppenhaus an der Brauerstrasse weist die langgestreckte Liegenschaft drei offene Treppenaufgänge in Metallkonstruktion auf, die der Fassade vorgebaut sind. Die Wohnungen, an denen diese drei Aufgänge vorbei führen, weisen auf der Fassadenseite keine Fensterläden oder Storen auf. Wer hier die Treppe benutzt, kann – sofern die Vorhänge nicht gezogen sind – in die einzelnen Wohnungen hinein schauen. Im Erdgeschoss sind ein Architekturbüro, ein Grafikatelier, ein Design- und Textbüro, ein Kindergarten, ein Kinderhort, der Rotpunktverlag, ein Tanzstudio sowie weitere Büros eingemietet.

Auf Kontakt angelegt
Eine weitere Besonderheit ist ein Gemeinschaftsraum, der allen Mietern der Liegenschaft gehört, von allen genutzt werden kann und auch regelmässig genutzt wird. Die durchgehende Terrassenfläche in der obersten Etage steht ebenso allen Mieterinnen und Mietern zur Verfügung. Mit der Wahl dieser Besonderheiten ging es den Planern, zu denen neben den Architekten (heute zwei Architekturbüros: A.D.P. Architektur Design Planung und ADP Architekten) auch Bewohnerinnen und Bewohner gehörten, darum, eine kommunikationsfreundliche Formensprache umzusetzen.
Die Liegenschaft mit ihren zumeist hellen Wohnungen ist auf Kontakte angelegt. Wer seine Wohnung verlässt oder sie betritt, der wird von seinen Nachbarn gesehen oder geht an ihnen vorbei, wenn sie sich auf ihrem Sitzplatz aufhalten, der mit dem Treppenaufgang verbunden ist. Denn anders als in konventionell gezeichneten Liegenschaften bieten die Wohnungen in drei von vier Segmenten der langgezogenen Liegenschaft Ausblicke auf das Treppenareal. Die öffentlich einsehbaren Bereiche der Überbauung bilden eine Ebene der Kommunikation der Siedlung nach aussen und innen hin. Anders als in konventioneller gestalteten Häusern erfüllen die offen konzipierten Treppenaufgänge auch noch die Funktion von Balkonen. Die Liegenschaft zeichnet sich mit dem Konzept der offenen Treppenaufgänge durch viel halböffentlichen Raum aus.

Selbstverwaltung
Noch eine Besonderheit ist auszumachen: Kein angestellter Hausmeister betreut die Liegenschaft, denn in dieser Liegenschaft gilt das Prinzip der Selbstverwaltung. Teilaufgaben werden von Personen wahrgenommen, die an Bewohnerversammlungen dafür gewählt werden. Die Finanzverwaltung besorgt ein Mieter, die Wohnungsabnahmen und -übergaben erledigen zwei andere BewohnerInnen. Zuständig für die Vermietung der Garagenplätze ist eine Bewohnerin, verantwortlich für technische Belange ist ein anderer Mieter. Die Waschküchenreinigung und die Wartung der Kehrrichtcontainer werden im Turnus von allen Bewohnerinnen und Bewohnern wahrgenommen. Anders als in den meisten Mietobjekten findet auch die Auswahl der neuen Mieterinnen und Mieter statt: Haben sich mehrere InteressentInnen für eine Wohnung gemeldet, bestimmt eine Versammlung der Bewohner nach deren Anhörung die neuen MieterInnen. In Zeiten allerdings, in denen vergleichsweise viel Wohnraum in Zürich leer stand, kam es manchmal dazu, dass leerstehende Wohnungen vom Vorstand der Mietergenossenschaft ohne Auswahlverfahren vergeben wurden.

«H-2000» ist vielen bekannt. Immer wieder bleiben Architekturinteressierte im Hof stehen. Das können Passanten sein und das sind häufig Architekturstudenten aus dem In- und Ausland, die auf die Liegenschaft durch den «Architekturführer der Schweiz» aufmerksam geworden sind. Keine andere Genossenschaftssiedlung Zürichs der letzten Jahre ist so oft in Fachpublikationen (z.B. «Wohnbauten im Vergleich», «archINFORM») besprochen worden.
 
 

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03.01.2016

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